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Gene sind für Muskelschwäche verantwortlich

Gene sind für Muskelschwäche verantwortlich

Wenn die Muskeln einfach nicht wachsen wollen, muss das nicht notwendigerweise an mangelnder Trainingsdisziplin liegen, auch verschiedene Gene können für Muskelschwäche verantwortlich sein. Ein ambitionierter Athlet mit angeborenem Gendefekt hat leider von vorneherein keine Chance, sich jemals einen optimal definierten Bodybuilding-Körper anzutrainieren. Ein jetzt neu gefundener Schuldiger heißt Dok-7-Gen. Es bewirkt verkleinerte Synapsen, das sind die Kontaktstellen am Übergang von Nerv und Muskel, dadurch werden Signale nur noch unzureichend übertragen.

Die wichtige Aufgabe der Synapsen

Ein Bewegungsreiz wird vom Gehirn ausgesandt und über die Nervenbahnen an seinen Bestimmungsort geleitet. Die Synapse an der entsprechenden Stelle gibt den Reiz dann an den Muskel weiter, der die Bewegung schließlich ausführt. Der Befehl an den Muskel wird mit Hilfe des Neurotransmitters Azetylcholin übermittelt. Die Rezeptoren im Muskel nehmen diesen Stoff auf und leiten damit die Ausführung der Bewegung ein. Danach wir die Substanz vollständig abgebaut.

Die Störung durch Dok-7

Das Dok-7-Gen löst bei den betroffenen Menschen eine Krankheit mit dem Namen Kongenitales Myasthenen Syndrom aus. Muskeln und Nerven sind von dieser Erkrankung nicht betroffen, lediglich die Synapsen sind unterentwickelt. Das Syndrom ist schon seit längerer Zeit bekannt, den Auslöser haben Forscher aber erst jetzt im Dok-7-Gen ausgemacht. Die Bildung der Synapsen funktioniert trotz Gendefekt einwandfrei, in der weiteren Entwicklung scheinen aber entweder die Reifung oder die Aufrechterhaltung der zunächst gesunden Synapsen gestört zu sein. Deshalb tritt die Krankheit auch erst beim Kleinkind in Erscheinung und nicht von Geburt an.

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